Logistikgebiet

Großes Logistikgebiet in Planung

Seit vielen Jahren wird die Idee eines 80 bis 100 Hektar großen Lo­gistikgebiets zwischen Eichenberg Bahnhof und Hebenshausen voran­getrieben. Während unsere Gärtnerei seit Jahren auf der Suche nach einer zusammenhängenden Fläche von 2-3 ha hier in der Nähe unserer Betriebsstätte ist, sollen mehr als 80 ha in unmittelbarer Nähe für ein Logistikgebiet zugebaut werden. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass es unserem Engagement gegen das Logistikgebiet nicht darum geht, die angedachte Fläche selbst zu bewirtschaften (was auch völlig unrealistisch für unsere kleinstrukturierte Gärtnerei ist). Die Fläche wurde in den vergangenen Jahrzehnten durch die Domäne bewirtschaftet und wir solidarisieren uns mit dem Familienbetrieb, dem nun gekündigt wurde und der somit seine Betriebsstätte und sein Land verliert.

Ganz klar ist: Es geht uns bei dem Protest nicht um den eigenen Nutzen, sondern um gesamtgesellschaftliche Fragen. Sollte bestes Ackerland nicht für Landwirtschaft genutzt werden statt für ein Logistikgebiet? Was bedeuten Flächenversiegelung und die zunehmenden Emissionen durch Warentransporte in Zeiten des Klimawandels? Wer profitiert von dem Gebiet, und wer verliert?

Die Pläne zum Logistikgebiet haben bisher zur Verschuldung der Gemeinde geführt und die Bevölkerung in Neu-Eichenberg gespalten. Die Gemeinde verspricht sich Grund- und Gewerbesteuer sowie Ar­beitsplätze. Doch genaue Zahlen nennen kann niemand.

Demgegenüber stellt sich gesamtgesellschaftlich die Frage, ob ein Lo­gistikgebiet überhaupt sinnvoll ist. Ökologisch ist es eine Katastrophe: bestes Ackerland wird versiegelt und durch erhöhten Transport und Warenverteilung werden klima- und gesundheitsschädliche Emissionen erzeugt. Die Konkurrenz um Flächen wird immer weiter ver­schärft.

Weitere Infos findet ihr unter: http://www.neb-bleibt-ok.de/ !